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Prothetik








Der Patient erwartet von seiner Prothese die Wiederherstellung des äußeren Erscheinungsbildes und einen weit gehenden Ausgleich der verlorenen Funktionen. Dies sind Voraussetzungen für die Integration in den beruflichen, privaten und gesellschaftlichen Alltag. Sowohl die funktionelle als auch die kosmetische Gestaltung der Versorgung hat einen hohen Stellenwert.
Unser Ziel ist es, für jeden unserer Patienten eine Lösung zu finden, die seinen individuellen Ansprüchen und Problemen gerecht wird. Dabei bestimmen Patientenprofil, Amputationshöhe, Funktion der noch erhaltenen Gelenke, Stumpfverhältnisse und Therapieziel über die Art der Versorgung sowie über die Auswahl einzelner Prothesenkomponenten. Die Kenntnis moderner Technik, handwerkliches Können und langjährige Erfahrung – das macht unsere Spezialisten aus.

 
  Armprothetik
  Beinprothetik
 
 
Armprothetik
  Eine armprothetische Versorgung schließt sowohl den kosmetischen Ausgleich durch individuelle Ersatzstücke im Finger- und Handbereich als auch Versorgungen nach Entfernung der gesamten oberen Extremität ein. Dabei sind höchste Ansprüche an Ästhetik und Funktionalität gestellt. Die moderne Orthopädietechnik ist hier jedoch sehr vielseitig und geht weit über eine rein kosmetische und passive Versorgung hinaus. Ständigen Weiterentwicklungen ist es zu verdanken, dass Armprothesen heute sogar myelektronisch gesteuert werden können. Darunter versteht man die Betätigung der Prothese durch eine elektrisch geregelte Verstärkung der Stumpfmuskel-Kontraktion. Wenn erforderlich, werden verschiedene Techniken auch kombiniert eingesetzt. So bei der Hybrid-Prothese, wenn Eigenkraft des Betroffenen mit Fremdkraft durch myelektronische Steuerung verknüpft werden.

Beinprothetik
  Die Beinprothetik umfasst Versorgungen bei Amputation im Hüftbereich ebenso wie den Ersatz fehlender Zehen. Ein Zitat von Sir Reginald Watson-Jones, Pionier und Lehrmeister der traumatologischen Orthopädie, besagt, dass eine Amputation der Beginn und nicht das Ende der Therapie ist. Was er damit sagen will: Selbst mit beinprothetischer Versorgung kann der Patient einen hohen Grad seiner Mobilität zurückgewinnen. Entscheidend ist, dass mit den Rehabilitationsmaßnahmen so bald wie möglich begonnen wird und mit dem Patienten das sichere Stehen und Gehen mit Prothese geübt wird. Die prothetische Übergangsversorgung zur frühzeitigen Mobilisierung sowie die spätere Definitivversorgung stimmen wir in enger Zusammenarbeit mit behandelnden Ärzten und Therapeuten ab.

Beinprothesen fertigen wir nach Maß aus verschiedenen Passteilen unterschiedlichster Bauweise. Jede Prothese besteht aus einer Stumpfbettung (Prothesenschaft), Gelenken und Schäften (je nach Amputationshöhe, z. B. Kniegelenk oder Fußgelenk) und der so genannten Kosmetik. Je nach Sicherheits- und Bewegungsbedarf des Patienten (Mobilitätsgrad) wenden wir entsprechende Fertigungstechniken an, um das Gangbild des Amputierten so weit wie möglich wiederherzustellen.

Weitere Informationen unter:

C-Leg – computergesteuertes Kniegelenksystem
Mobilitätsgrade

 
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