Ideen für individuelle Lösungen Reha-Team

Aktuelle Ausgabe Nummer 42 / 2018

Moderne Technik macht's möglich

Bessere Balance durch neues L.A.S.A.R.-Messgerät

Technologische Innovationen, die dem Patientenwohl dienen, werden im Hause Zimmermann üblicherweise zeitnah eingeführt.
Das jüngste Beispiel dafür ist ein Gerätesystem mit der Bezeichnung 3D L.A.S.A.R. Posture. Es unterstützt die Zimmermann-Techniker bei der Überprüfung der Körperhaltung sowie beim statisch optimalen Prothesen- und Orthesenaufbau. Weder durch Patientenrückmeldung noch durch gutes Augenmaß wären Konstruktionen in einer solchen Exaktheit zu bewerkstelligen. Und Präzision ist wichtig, denn nur wenn die Statik eines Hilfsmittels absolut korrekt ist, kann es seine Funktionalität voll entfalten.
Innovation mit vielen Vorteilen
Die beiden Kameras des 3D L.A.S.A.R. Posture nehmen einen auf der Messplatte stehenden Menschen live auf und übertragen sein Bild auf ein Tablet. Dort werden die gemessenen Kräfte als Linien millimetergenau über dem Patientenbild dargestellt. Kraftvektoren zeigen die Auswirkungen des Hilfsmittel- aufbaus auf die Gesamtstatik des Patienten in Echtzeit. Dabei werden seine Frontal- und Seitenansicht erfasst, ohne dass er sich auf der Platte umdrehen muss.
Die Orthopädiemechaniker begeistert unter anderem, dass die Belastungssituation beider Beine im Unterschied zu früheren Messtechnologien gleichzeitig dargestellt wird. "Dadurch wird die gegenseitige Beeinflussung deutlich“, erklärt Techniker Daniel Böttcher (links im Bild) vom Orthopädie-Team und ergänzt: „Wenn ich z. B. eine Prothese korrigiere, kann sich die Belastung ändern, was wiederum zu einer unmittelbaren Reaktion am anderen Bein führt.“ Ebenfalls hilfreich: Dank der Möglichkeit, Versorgungsverlauf und Screenshots mit Vergleichsansichten von der Vermessung in einer PDF zusammenzufassen, wird die Kommunikation mit den Krankenkassen sehr viel einfacher.
Interessant auch für ältere Versorgungen
Letztendlich sorgt die neue Technik also dafür, dass Fehlstellungen minimiert und Körperpartien entlastet werden. Oft wird auch das Halten des Gleichgewichtes für den Patienten einfacher. Daniel Böttcher weist abschließend noch darauf hin, dass natürlich auch fertige Prothesen, Orthesen und Einlagen, die Probleme machen, mit dem Messgerät optimiert werden können.